Motorola MC 68010

Beim MC68010 wurden einige Verbesserungen gegenüber dem MC68000 in der Architektur vorgenommen. Diese sind zwei neue Function-Code Register (privilegiert) mit denen er in der Lage ist, 4 lineare Speicherbereiche von je 16 MByte zu adressieren.

Ab dem MC68010 gibt es jetzt auch ein Vector-Base-Register (VBR), mit dem die Anfangsadresse der 1 KByte großen Vektortabelle verschoben werden kann. Außerdem unterstützt dieser Prozessor auch eine Virtuelle Speicherverwaltung (Siehe MC68551). Diese ermöglicht die Auslagerung von RAM-Speicher auf Massenspeicher (z.B. Festplatte). Dafür ist aber noch eine externe MMU (Memory Management Unit) erforderlich, die für diese CPU aber schwer zu bekommen ist. Deswegen lieber gleich zu einem MC68020 oder höher greifen. Die Geschwindigkeit ist gegenüber einem 68000er durch einen internen 6 Byte Mini-Cache und Befehlsoptimierung um 5% - 10% gesteigert worden. Er ist auch 100% pinkompatibel, so dass er (bei gleicher Taktfrequenz) gegen einen MC68000 ausgetauscht werden kann.

Der MC68012 wurde mangels Nachfrage seit 1989 nicht mehr hergestellt. Bis auf die Bauform (84poliges Pin Grid Array-Gehäuse - > viereckig) und einem gekürzten Adreßraum (2x2 MByte) ist er identisch mit dem MC68010.

Verwendet in
Datenblatt: Motorola MC 68010
Erscheinungsjahr : 1979
Ca. Neupreis : ?
Taktfrequenz : 8, 10, 12, 16 und 20 Mhz
Adreßbereich : 24 Bit (16 MByte)
Datenbusbreite : 16 Bit
Befehle : ?
Adressierungsmodi : ?
Register : - 8 Datenregister, 32 Bit
- 8 Adreßregister, 32 Bit
- Befehlszähler, 32 Bit
Datencache : Keiner
Instruktionscache : 6 Byte
Sprungcache : Keiner
Stromaufnahme : 5 V
Anzahl Pins : 64
Bauart : NMOS
Gehäuseform : DIP (Dual Inline Package)
PGA (Pin Grid Array)
Transistoren : 68.000