2. Eigenschaften und Aufbau eines Computersystems
2.1. Einsatz und Eigenschaften
Ein Computer kann Aufgaben, die sich auf immer wiederkehrende Teilaufgaben zurückführen lassen, sehr schnell und fehlerfrei lösen. Seine Vorteile gegenüber der menschlichen Arbeitsweise sind seine hohe Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit.
Er eignet sich deshalb hervorragend für langwierige Sortier- und Vergleichsarbeiten oder umfangreiche Berechnungen, kann also den Menschen von nervtötenden Routinearbeiten befreien, oder ihn wenigstens dabei unterstützen. Damit kann der Computer gleichzeitig Arbeitsvorgänge rationalisieren und humanisieren.
Trotzdem kann er das menschliche Gehirn nicht ersetzen, da ihm die Fähigkeit des kreativen Denkens fehlt. Er kann also nicht denken, sondern nur rechnen und die Ergebnisse mit vorgegebenen Mustern vergleichen und aufgrund von vorprogrammierten Entscheidungen bestimmte Reaktionen auswählen. Er ist deshalb immer auf die Funktionen beschränkt, auf die er von Menschen programmiert wurde.
Diese Funktionen sind dem Computer aber nicht fest eingebaut, sondern können fast beliebig ausgewechselt werden. Das Computersystem ist dabei nur eine Maschine (Hardware), die zusammen mit den Programmen (Software) die vom Anwender gewünschte Leistung erbringt.
Als Vergleich könnte man eine Stereoanlage nehmen, die aus mehreren Geräten zusammengestellt ist. Diese Geräte entsprechen dem Computersystem (Hardware). Damit diese Maschinen aber Ihren Zweck erfüllen können, müssen Sie zusätzlich Schallplatten oder Tonbänder kaufen und in die Anlage 'einlegen'. Auf diesen Tonträgern, die den Datenträgern beim Computer entsprechen, befindet sich die austauschbare geistige Leistung (Software), die Sie eigentlich haben wollen.
Zuerst wollen wir nun allgemein die Bestandteile der Hardware vorstellen und hinterher etwas auf Software aus Anwendersicht eingehen.
2.2. Die Hardware
In der konventionellen EDV (Elektronische Daten Verarbeitung) unterscheidet man beim Computer folgende Hauptbestandteile:
- ZENTRALEINHEIT
Hier werden die Informationen verarbeitet und die Steuerung des Informationsflusses zwischen Rechner, Speicher und Peripherie geregelt. - ARBEITSSPEICHER
Hier werden die Informationen abgelegt, die der Zentraleinheit unmittelbar zur Verfügung stehen müssen (Programm und Daten). - EINGABEGERÄTE
Sie dienen der Informationseingabe in den Rechner. (Tastatur, Meßgeräte) - AUSGABEGERÄTE
Ausgabe von Daten, Meldungen und Ergebnissen an den Benutzer (Bildschirm, Drucker). - MASSENSPEICHER
Langzeitspeicher für Programme und Daten. (Magnetband, Floppy-Disk, Magnet-Platte)
Während bei der Groß-EDV die einzelnen Einheiten meist in eigenen Gehäusen von beachtlicher Größe untergebracht sind, sind beim CBM Zentraleinheit, Arbeitsspeicher, Bildschirm und Eingabetastatur in einem Gerät mit der Stellfläche einer elektrischen Schreibmaschine vereint. Ermöglicht wurde dies durch konsequenten Einsatz der modernen Microprozessor-Technik, zu deren Entwicklung Firmen der COMMODORE-Unternehmensgruppe einen wesentlichen Beitrag geleistet haben.
2.3. Die Software
Wir unterscheiden zwischen Betriebs- und Anwender-Software.
Betriebs-Software sind jene Programme, die die technische Struktur des Computers ergänzen und seine Möglichkeiten erschließen. Die Betriebssoftware ist beim CBM fest in ROMs (Read Only Memory) im Gerät installiert. Dies hat den Vorteil, dass sie sofort nach dem Einschalten des Gerätes zur Verfügung steht und außerdem vor versehentlichem Löschen oder Überschreiben geschützt ist. Die Betriebssoftware wird auch Betriebssystem genannt. Für den Anwender ist allerdings weder ersichtlich noch wichtig, wo die Hardware aufhört und das Betriebssystem beginnt.
Anwender-Software sind die Programme, die als Bindeglied zwischen dem Computer und dem Anwender fungieren. In ihnen sind anwenderspezifische Arbeitsabläufe so festgelegt, dass sie vom Computer in der richtigen Reihenfolge abgearbeitet werden können. Diese Programme erst bringen den Computer dazu, die Funktionen zu übernehmen, die Sie von ihm erwarten (z.B. Buchhaltung, Lagerverwaltung).
Anwenderprogramme können Sie entweder selbst erstellen, oder erstellen lassen. Ausserdem bietet sich die Möglicheit, fertige Standardprogramme zu kaufen. Da Ihr Computer aber nur so gut ist wie das Programm, mit dem er gefüttert wird, sollten Sie beim Softwarekauf besonders auf Qualität achten. Der Preis ist dabei nicht unbedingt ein aussagekräftiges Kriterium, denn auch gute Software kann bei entsprechend hoher Auflage günstig angeboten werden. Deshalb hier einige Bedingungen, die ein gutes Programm erfüllen sollte:
- Übersichtliche Bedienungsanleitung
- Übersichtlicher Bildschirmaufbau
- Gute Bedienerführung im Dialog
- Absicherung gegen Fehlbedienung (Plausibilitätskontrollen)
- Einfache Fehlerberichtigung
Ihr Commodore-Fachhändler ist gerne bereit, Sie in Softwarefragen zu beraten.













