Commodore war Anfang der 90er der Meinung, man müsse auch im Videospielmarkt mitmischen. Der bereits sehr erfolgreiche C64 war wohl der aussichtsreichste Kandidat, um es mit Nintendo und Co. aufzunehmen. Also erleichterte man den Serien-64er um ein paar Bauteile, verpackte das Ergebnis in ein flaches Gehäuse ohne Tastatur und verkaufte das ganze mitsamt Spielmodul und Joystick unter dem Namen C64GS (Games System).
Die Hauptplatine des GS war praktisch identisch mit der des C64c, nur fehlten die Steckleiste für die Tastatur und der Serielle Anschluß, die Lötpunkte waren aber vorhanden. Um das Einstecken von Modulen zu erleichtern wurde der Expansionsport an die Oberseite des Gehäuses verlegt. Der User-Port und der Kassettenanschluss sind ebenfalls vorhanden aber nicht von außen zugänglich. Die ROMs sind fast identisch mit dem normalen 64er, es gibt lediglich eine neue Einschaltmeldung.
Dem C64GS war allerdings nur wenig erfolg beschieden, da man für nur wenig mehr Geld bereits einen vollwertigen 64er bekam. Es kamen auch nur wenige Spiele speziell dafür heraus, und einige der existierenden Modulspiele waren auch auf die Tastatur angewiesen. Die Produktion wurde bereits kurz nach der Veröffentlichung eingestellt.
















