GEOS wurde 1986 von Berkeley Software für den C64 entwickelt. Es handelt sich dabei um ein Betriebssystem mit Grafischer Benutzeroberfläche und Mausunterstützung. Dazu kommen eine RAM-Disk-Unterstützung, eine Textverarbeitung mit Grafikeinbindung, und ein Zeichenprogramm. Die Geschwindigkeit ist dabei durchaus mit einem 386 oder 486 vergleichbar, auf dem Windows 3.1 läuft.
Die Bedienung erfolgte wahlweise mit Joystick, Maus, Koalatablett oder einem
Spezialtreiber. Die Oberfläche selbst ähnelt stark dem GEM-Desktop des Atari
ST beziehungsweise dem Apple Macintosh. Standardelemente waren Pull-Down-Menüs,
einfache Dialogfenster, Drag and Drop, Buttonleisten und vieles mehr. Wenn man
das Programm zum ersten mal bootete, landete man im sog. Desktop. Dieser
entspricht funktionell den Oberflächen der Konkurrenz, ist aber etwas
vereinfacht, da nur ein Laufwerk zur gleichen Zeit angezeigt werden
konnte.
Besonders war nun unter anderem, dass eine eingesteckte RAM-Erweiterung als virtuelles Diskettenlaufwerk angelegt werden konnte. Wenn man nun ein Anwendungsprogramm mitsamt dem Desktop in die Ram-Disk kopierte, kam man in den Genuss sekundenschneller Ladezeiten.
Mitgeliefert wurde die Textverarbeitung GeoWrite und das Malprogramm GeoPaint.
















