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Der A-2090A Controller ist ein Festplattencontroller, an dem man ein oder mehrere separate Harddisk-Laufwerke
anschließen kann. Prinzipiell stehen da unter anderem auch dieselben ST506-Festplatten zur Auswahl, die auch beim
IBM-PC Verwendung fanden. Das Ansteuern von Harddisk-Laufwerken nach der Art und Weise, wie es beim PC geht, ist aber
nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite fängt die Medaille erst richtig an zu glänzen und zu funkeln:
Die Amiga-Harddisk-Controller-Karte ist zusätzlich fähig, sogenannte SCSI-Geräte zu steuern. Was ist nun daran so
besonders? Nun, die SCSI-Norm wurde erstmals konsequent auf dem Apple Macintosh Plus verwirklicht. Seine
Peripheriegeräte werden über SCSI angesteuert. Dabei kann es sich um prinzipiell alles handeln: Festplatten,
Tape-Laufwerke, CD-Brenner, Scanner und vieles mehr.
Außerdem ist bei SCSI besonders, dass der Datentransfer vom Controller, und nicht von der Rechner-CPU erledigt
wird, was das ganze erheblich beschleunigt, und die CPU für andere Aufgaben freihält. Dies merkt man gerade auf
dem Amiga erheblich.
Der Controller ist natürlich sowohl von ST-506 als auch von SCSI bootfähig. Nur mit diesem Begriff ist das so eine
Geschichte. Ein entsprechender Controller muss nämlich eine Steuerungssoftware enthalten, die sich der
"RomBoot.library" zu erkennen gibt und ihr mitteilt, das er ein Gerät ist, das sich zum Booten anbietet. Diese
Steuerungssoftware befindet sich in einem sogenannten Boot-ROM. Und hier kommt der wesentliche Unterschied
zwischen dem A-2090 und dem A-2090A: Letzterer hat ein Boot-ROM. Der A-2090 nicht.
Als Trostpflaster sollte es jedoch eine Zusatzkarte namens A-2090B geben, die auch dem nicht-A Controller Autoboot
ermöglicht. Dieser belegt allerdings einen weiteren Steckplatz im Amiga. Nur ist er anscheinend nie auf den Markt
gekommen.
Leider unterstützt die Karte nur Laufwerke und Partitionen bis 256 MByte. Außerdem funktioniert die Karte in
Zorro-II Rechnern nur, wenn die Treiber ins Chip-RAM geladen werden.
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